1. Platz beim Albert Camus Festival

Beitrag veröffentlicht am Oktober 25, 2021

Kurzfristig entschied sich Wolfgang Vincke am Aachener Albert Camus Festivals teilzunehmen und traf glücklicherweise auf seinen Schüler Leon Martinsteg, der bereit war in diesem Projekt mitzuwirken. Auf konzentrierte, eigensinnige Art spielt Martinsteg in einer Videodokumentation von Wolfgang Vincke. Sisyphos, König von Korinth in der Fußgängerzone, der einen Stein über unbedruckte Bücher rollt und diese immer wieder vorne anlegt und sich so kniend vorwärts bewegt. Die Sisyphosaufgabe kennt man ja auch als geflügeltes Wort für eine ertraglose und dabei schwere Tätigkeit ohne absehbares Ende.

Die Pest, Der Fremde, der Fall … der Mythos von Sisyphos, Der Mensch in der Revolte … Die Gerechten, Caligula … Combat, Anarchosyndikalismus … das Werk von Albert Camus beschränkt sich nicht auf ein einzelnes Genre, es ist mit Prosa, Philosophie, Theater, Journalismus und zeitkritischen Themen außerordentlich facettenreich. Doch welche Schrift man auch immer betrachtet, es lässt sich stets eine Persönlichkeit dahinter erkennen, in der sich alles miteinander verknüpft. Dass Albert Camus uns über seine Zeit hinaus beschäftigt, liegt wohl an seiner Authentizität, mit der er das Radikale, was er gesagt und geschrieben, auch wirklich gelebt hat.

So schreiben die Organisatoren auf ihrer Website und riefen Jugendliche dazu auf, sich mit den Themen Camus auseinander zu setzen. Leitfragen waren:

Wie gehst du mit den Widersprüchen des Lebens um?

Woran orientierst Du Dich?

Was ist Deine Revolte

Naturverbundenheit und ein Ideal der Einfachheit waren für Camus immer bedeutende Wertmaßstäbe, die einem abgehobenen, den Menschen nicht gerecht werdenden Weltbild entgegenstanden. In diesem Sinne schließt sich der Kreis zwischen Natur und Kultur, ebenso wie zwischen unseren Preisträgern der Amos Comenius Schule.

Von dieser Stelle aus die herzlichsten Glückwünsche an alle Gewinner!

Danke für euren Einsatz trotz der Absurdität der Existenz und dem Gefühl der Zerrissenheit, das viele von uns kennen! Euer Vorbild zeigt uns, um in den Worten Camus zu bleiben: „Eine kämpferische Liebe zur Welt“.


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